Nur noch auf wenigen Flecken unserer Erde findet man eine wirklich unberührte, intakte Natur. Bedrohte oder ausgestorbene Pflanzen oder Tiere gibt es immer mehr auf unserem Planeten.
Der Naturschutz ist immer auch im Zwiespalt, dann wo schützende Zäune die Natur spalten oder Windräder aufgestellt werden, dort gibt es immer zwei Parteien: das für und wider. Doch ohne Naturschutz geht es nicht mehr, denn der Belastbarkeit unserer Natur sind Grenzen gesetzt. Nicht nur die Natur an Land, auch unsere schier unendlichen Ozeane stoßen immer öfter an ihre Grenzen.
Wo fängt Naturschutz an und wo endet er? Unser Ökosystem ist zu komplex, um sagen zu können wo der Schutz endet. Jeder Baustein des Lebens ist wichtig für einen anderen – und hat seinen Platz und seinen Zweck in der Natur. Ob Maßnahmen wie Renaturierung oder die Wiederansiedlung verschwundener Tierarten sinnvoll ist oder nicht, darüber lässt sich sicher nur spekulieren. Niemand weiß, wie sich die Natur an dieser Stelle ohne menschliche Eingriffe in ferner Zukunft entwickelt hätte. Die Kosten für solche Maßnahmen sind jedenfalls häufig immens, was gern die Frage aufwirft, ob diese Investitionen an anderer Stelle nicht sinnvoller gewesen wären.
Fakt ist, dass der Mensch immer weiter in die letzten unberührten Winkel der Natur vordringt. Aus einst dicht bewaldeten Alpenregionen, sind Alm- und Heidelandschaften geworden. Für den Erhalt der selben wird mit großem arbeitstechnischen und finanziellen Aufwand gesorgt. Skigebiete erreichen die höchsten Gipfelregionen unserer Erde und so genießt der Mensch Winterträume fast ums ganze Jahr. Doch was geschieht, wenn sich Tierarten genau in diesen Regionen wieder ansiedeln? Ihnen fehlen Rückzugsgebiete, in denen sie ungefährdet Jagen können. Jeder erinnert sich noch an den Bär Bruno oder seinen Bruder, der im Kanton Graubünden Einzug hielt. Welch zweischneidiges Schwert für Anwohner und Naturschützer. Nach der ersten Euphorie fand die Freude schnell ein jähes Ende. Die Schweiz ließ sich das Ende des, zunächst medienwirksamen, Bärenaufenthalts stolze 80.000 Franken kosten.
Dabei ist der Naturschutz an sich nichts neues, bereits im Mittelalter existierten Wildschonungen oder Betretungsverbote für Wälder. Sicher waren die Gründe zu dieser Zeit andere, schließlich wünschte sich der Adel eine erfolgreiche Jagdsaison – der Effekt war dem heutigen durchaus ähnlich.
Bild: © Rainer Sturm / PIXELIO

Januar 21st, 2009
admin
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Interessanter Artikel, aber ich finde es erwähnenswert, dass das Problem des Artenschwundes in Europa nicht so drängend ist, wie in anderen Gebieten der Welt. In Europa hätten wir vermutlich vergleichbar artenarme Gemeinschaften. Das hängt u.a. damit zusammen, dass während der Eiszeiten viele Arten ausgestorben sind und durch die ungünstige Verteilung der Alpen von Süden nicht durch neue Arten ersetzt wurden. Als dann der Mensch angefangen hat zu roden und Ackerbau betreiben. Damit kamen dann Kulturfolger, die unser Ökosystem etwas aufgepeppt haben.
In anderen Ländern der Welt ist das Problem aber ein völlig anderes. Dort sterben im großen Stil Arten …
Durch Erhaltung ist der World’s Best Energy Source können wir unseren Planeten retten.
Ja in Europa sieht es noch relativ gut aus, gegenüber der restlichen Welt.
Naturschutz und inbesondere Tierschutzthemen werden gerade momentan aufgrund der geänderten Klimabedingungen topaktuell und relevant.
Viele Tierarten sind aufgrund der Polarschmelze gefährdet. Die Meere sind leer gefischt. Sollte das ganze nicht konsequent von Organisationen überwacht werden, sieht dies schlecht für die Zukunft aus.